Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joël Pommerat

Deutsch von Isabelle Rivoal

 

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Liebe. In all ihren Facetten des Zusammenseins, der Trennung, des Glücks und des Unglücks, der schieren Unmöglichkeit. Liebe – eine immerwährende Illusion?

 

In fast zwanzig schnell aufeinanderfolgenden Szenen kämpfen 27 Frauen und 24 Männer um ihr Glück:
Hochzeiten geraten ins Wanken, Prostituierte werden enttäuscht, geschenkte Seelen zurückverlangt; lange verschwiegene Wahrheiten kommen ans Licht, Freundschaften verlieren den Boden, Menschen trösten einander, beteuern ihre Liebe, trennen sich; weil es keine Liebe gibt, weil die Liebe nicht mehr reicht, weil zu lieben nicht genügt.

 

Pommerat erforscht die unerklärliche Kraft der Liebe mal konkret, mal mit tragischer Poesie, mal absurd-surreal, immer scharf beobachtend und oft mit stiller Komik. Wie durch ein schillerndes Kaleidoskop zeigt er die Fragilität zwischenmenschlicher Beziehungen. Wohlbekannte Alltagssituationen geraten mit einem Wimpernschlag aus den Fugen, unerwartete Wendungen stellen die herkömmlichen Vorstellungen von Liebe auf den Kopf.

Vielleicht entsteht gerade im vermeintlichen Scheitern die sublime Kraft und Entschlossenheit zum Aufbruch in die Utopie?


Regie Jochen Schölch Bühne Thomas Flach Kostüme Sanna Dembowski Licht Hans-Peter Boden Dramaturgie Katharina Schöfl Regieassistenz Domagoj Maslov Bühnenbau Alexander Ketterer

 

Mit Maja Amme/Vanessa Eckart, Butz Buse, Vanessa Eckart, Paul Kaiser, Nikola Norgauer, Hubert Schedlbauer, Thomas Schrimm, Dascha von Waberer, Eli Wasserscheid, Lucca Züchner


Wir weisen darauf hin, dass in dieser Inszenierung ein Stroboskopeffekt verwendet wird.

 

Vorstellungsdauer ca. 2 Std. 30 Min (inklusive Pause)


"Nein, um Politik geht es nicht. Sondern um das, was Theater am schönsten kann: um die Liebe. (...) Joël Pommerats sieben Jahre altes Stück "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas" vereint 20 Szenen über die Liebe, wie sie schwierig und schön ist, wie sie scheitert und man ohne sie nicht sein kann. Ein kluges, schönes, trauriges, lustiges Stück, das Jochen Schölch am Metropoltheater mit stupender Präzision und feiner Poesie inszeniert: 20 Szenen, in denen er die Liebe und das Leben als ein Lied begreift. Tatsächlich gibt es zwischen den Szenen viel Musik, von Asaf Avidan. 27 Frauen und 24 Männer, gespielt von fünf großartigen Frauen und vier Männern, die verdutzt sind, überfordert und oft stumm. Das Schweigen der Männer ist Quell der Komik ebenso wie deren Verzweiflung und die Explosivität der Frauen. Schölch verschärft das, rhythmisiert den Abend virtuos, stellt keine Figur bloß. Der Regisseur liebt die Menschen auf seiner leeren Bühne." (Süddeutsche Zeitung)

 

"Hier ist alles Rhythmus und der Titel Programm - auch wenn es stets bloß um Gefühle und herrlich unvorhersehbare Emotionsturbulenzen völlig abseits von Politik geht. Ständige Rollenwechsel fordern neun Interpreten heraus. Sie müssen sich in sage und schreibe 27 abstrus unterschiedliche Frauen und 24 verschiedene Mannsbilder - vom Prolo bis zum Priester - verwandeln... Die Geschichten dieses Abends und ihre Performer graben sich mit seltener Ambivalenz tief in die Erinnerung ein. Das Beste eigentlich, was ein Theaterabend erreichen kann." (Vesna Mlakar, Die Deutsche Bühne)

 

"Hin und her wird der Zuschauer emotional geworfen, er taumelt zwischen Verständnis und Ablehnung, wechselt zwischen Tränen des Lachens und des Schmerzes. Und weil das bittersüße Ganze unkommentiert über die Bühne geht, lässt es Raum zu verstehen, zu beobachten, Schlüsse und vielleicht auch Parallelen zum eigenen Leben zu ziehen. Oder sich angesichts der (scheinbar) absurden Wortgefechte einfach gut unterhalten zu fühlen. Die Inszenierung von Regisseur Jochen Schölch kommt ohne großes Bühnenbild aus. Vor schwarzem Hintergrund und nur mit wenigen Requisiten wirken die Darstellungen dieses beeindruckend agierenden Ensembles umso eindringlicher, intimer und realer. Reingehen, spüren, lachen und nachdenken." (Münchner Merkur)

 

"Regisseur und Theaterchef Jochen Schölch hat wieder einmal eine wundervolle Truppe von fünf Schauspielerinnen und vier Schauspielern auf seine Freimanner Bühne gestellt. Die können alles, was Pommerat fordert: Den gespielten Witz ebenso wie das mit komplexem Schicksal aufgeladene Minidrama, den krachend turbulenten Boulevard, das still vergnügte Absurde oder das anrührende Spiel mit dem Jenseits. Für das Publikum ist das eine emotionale Achterbahnfahrt." (Abendzeitung)


Produktion und Veranstalter: GbR Schölch u.a. "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas"

Steuernummer Finanzamt München 143/565/60559

Aufführungsrechte: Merlin Verlag, Gifkendorf

 

 

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Mi 15.05.2024,   im Stadttheater Fürth

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